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Breitere Verbreitung
sanfter naturordnungsgemäßer Erfindungen ist dringend notwendig. Erfindungen
haben ungleichen Wert. Viele schädigen weit mehr als sie nützen. Andere
haben schwerwiegende Nebenwirkungen. Andere nützen kurz , schaden aber
langfristig umso mehr. Für andere Überweg der Nutzen den Schaden. Noch
andere sind eindeutig nützlich und entfalten gar keine oder höchstens
unbedeutende schädliche Nebenwirkungen. Diese besten Erfindungen haben
diese Wirkweise dadurch, daß sie der Naturordnung nicht nur in ihrem technischen
Wirken, sondern auch in ihrer Wirkung auf Ökosysteme und Gesundheit naturordnungsgemäß
funktionieren. Dadurch sind sie sanfte naturordnungsgemäße Erfindungen
und damit die, die wir tatsächlich brauchen.
Erfindungen dienen
einerseits dem Nutzen der Bevölkerung, andererseits dem Profit von Produzenten
und Händlern. "Naturgemäß" werden nicht die Erfindungen bevorzugt, die
den meisten Nutzen für die Bevölkerung liefern, sondern diejenigen, die
am meisten Profit für die Genannten, die ja den Vertrieb des mittels Erfindungen
Produzierten inszenieren, abwerfen. Daher werden meist teure aggressive
Erfindungen gegenüber billigeren sanften naturordnungsgemäßen bevorzugt,
und der marktwirtschaftliche Konkurrenzkampf sorgt dafür, daß diese weitgehend
ausgeschaltet werden. Wenn dieser wissenschaftliche Effekt durch Erfüllung
der politischen Sorgfaltspflicht umgekehrt werden würde, könnten die meisten
Schäden, unter denen wir zu leiden haben, behoben oder merklich verringert
werden.
Deshalb betreibt Interdis,
unterstützt durch 14 weitere Vereinigungen, wissenschaftliche Gesellschaften
und Institutionen, eine Aktion zur Förderung sanfter naturgemäßer Erfindungen.
Diese gemeinsame Aktion
führte vom 7.-9.4.2000 in der Frankenakademie Schloß Schney ein Seminar
durch, in dem auch eine gezielte Diskussion mit forschungspolitischen
Sprechern des Deutschen Bundestages stattfand. Interdis erhielt den Auftrag,
solche Erfindungen zu dem Zweck zu sammeln, am 30.3.-1.4.2001 a n gleicher
Stelle mit den Bundestagsabgeordneten zu erörtern, was effektiv zur Förderung
und breiten Verwendung dieser dringendst benötigten Erfindungen getan
werden kann und sollte. An diesem Thema dürfte jeder, der sich Gedanken
über die Qualität unseres Lebens macht, interessiert sein. Je mehr, Experten
und Bevölkerung. sich an dieser überaus wichtigen Aktion beteiligen, umso
größere Durchschlagskraft wird sie haben, umso größer wird auch ihr Erfolg
sein. Daher ist jeder eingeladen, sich zu beteiligen und an der Erörterung
am 30.3.-1.4.2001 teilzunehmen. Interessenten wenden sich bitte an die
organisierende Stiftung für Ökologie und Demokratie, Leiter Hans-Joachim
Ritter, Siemensring 54, 76761 Rülzheim, 07272/Fax 76612, Tel. 3648!
Erfindungen sind nicht
nur patentierte physikalische -und chemische, ebenso weitere: organisatorische,
medizinische, wirtschaftliche, politische, juristische, kommunikative,
wissenschaftliche und sonstwelche. In allen Bereichen sind Verbesserungen
der Anwendung von Erfindungen möglich und nötig.
Lit.: Die Notwendigkeit
sanfter naturordnungsgemäßer Erfindungen. 34 S. Die Tatsachen sind ganz
anders. 59 S. K. Heilung für Pflanzen und ihre Umwelt. 300 S. U.a.
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