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Da Zweck der Wissenschaft
Orientierung ist, bedarf sie transparenter Darstellung, die Interessenten
auf möglichst leichte und rasche Weise Wissenschaftsbemühungen und -resultate
zu erkennen ermöglicht. So ist eine der Grundforderungen an Wissenschaft
ihre Transparenz. Im Gegensatz dazu wird von Wissenschaftlern bisher üblich
das Umgekehrte gepflegt: einen künstlich komplizierten Sprachstil zu verwenden,
der nur Experten des jeweiligen Wissenschaftsfachs verständlich ist und
andere daran hindert, Experten zu beurteilen und von deren Kastenpflege
unabhängig zu werden. Wissenschaftler, die ihre Aufgabe in Wahrheitsfindung
und Wohlfahrtsproduktion sehen, bemühen sich daher, klar und verständlich
zu schreiben. Wird Wissenschaft anders geschrieben, ist anzunehmen, daß
andere Motive von reiner Wahrheitsfindung und Wohlfahrtsproduktion ablenken.
Der künstlich schlechte Wissenschaftssprachstil übt derzeit aber einen
derartigen Zwang aus, daß auch vielfach echte unbescholtene Wissenschaftler
sich ihm beugen und diesen konventionell gewordenen Stil übernehmen. Verbesserte
Wissenschaftsethik mit Forderung nach Transparenz der Wissenschaft sollte
diesen Zwang aufheben.
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