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Wissenschaft als systematisches
Bemühen um Erkenntnis dient wie diese dem Zweck der Orientierung.
Siehe: Zweck der Erkenntnis! Orientierung ist nötig, um
1. die Lage, in der sich ein Erkenntnis Bedürftiger befindet, zu kennen,
um demgemäß
2. zu erkennen, wie er, sie, es sich verhalten kann und sollte.
Für umsichtige Menschen
ist ihre Lage die in einer Welt aus vielen Bestandteilen, die der Lage
näher oder ferner liegen. So ist Zweck der Wissenschaft:
1. Erklärung der Welt in ihrer Gesamtheit,
2. die ihrer
vielen Bestandteile,
3. Erkenntnis wie verhalten werden sollte.
Naturgemäß ist3. der
wichtigste Zweck, da Leben nur gelingen kann, wenn richtig passend und
erfolgreich verhalten wird. Somit ist
Hauptzweck der
Wissenschaft
ihr ethischer: die
Empfehlung des zu Machenden. Im Gegensatz dazu sowie zur und Philosophie
wurde in der neuzeitlichen Wissenschaft Ethik als etwas angeblich nicht
Wissenschaftliches aus der Wissenschaft hinauskatapultiert, welch Irrtum
zu korrigieren ist. Dies wurde inzwischen mit Bildung von Ethikkommissionen
begonnen, ohne jedoch auch den wissenschaftlichen Klärungsprozeß einzuleiten,
nach welchen Prinzipien die Ethik d es zu Machenden urteil n soll. Bisher
gilt praktisch immer noch d er Grundsatz, daß was machbar ist auch gemacht
wird. Da so vieles überaus Schädliche und existentiell Zerstörende gemacht
wurde und wird, hat die neu entwickelte Wissenschaft-Praktologie
zu ermitteln, welches Machbare zu machen und welches nicht zu machen ist,
unabhängig von kurzsichtigem und - ein Profitstreben und wissenschaftswidrigen
anerkannten denkschematisch installierten Paradigmen.
Lit.: Kaegelmann:
Die Ordnung von Kultur und Wissenschaft in u m fassender systematischer
Gliederung. 112 S. Verlag Kritische Wissenschaft.
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